Rennberichte > August 2026
LEXWARE MOUNTAINBIKE TEAM beim Weltcup in Lets Gets (Frankreich) - Trotz Sturzfolgen unter den Besten - Paul Schehl vom Lexware Mountainbike Team wird beim letzten Weltcup in Frankreich vor der WM Zweiter und Dritter in der U23-Klasse
Für Paul Schehl ist es ein besonderer Ort: In Les Gets (Frankreich) hatte er sich im Jahr 2022 den Weltmeistertitel bei den Junioren erkämpft. Und nur wenige Tage vor der Weltmeisterschaft 2026 in Val di Sole (Italien) - der Veranstaltungs-Kalender will es so - war das Renn-Wochenende im französischen Département Hoch-Savoyen letzter Testlauf vor dem Saison-Highlight in Italien. Testergebnis: Beim 22-jährigen vom Lexware Mountainbike Team stimmt die Form. Nach dem zweiten Platz im Short Track (XCC/Foto oben links) wurde Paul zwei Tage später Dritter im Cross-Country-Rennen (XCO) der Klasse U23. "Er war am Tag zuvor im Bike Park schwer gestürzt und konnte anschließend nicht mal mehr den Lenker halten. Paul hatte zahlreiche Prellungen", erzählt Lexware Teammanager Daniel Berhe, "kurz vor dem Cross-Country-Rennen wussten wir noch nicht, ob er starten kann und waren erstaunt, dass es doch ging". Die Schweizerin Elina Benoit, obwohl müde und nicht in Bestform, erkämpfte sich im Short Track den siebten Platz und wurde im XCO-Rennen trotz Sturz Zehnte bei den U23-Frauen. "Wir fahren zuversichtlich zur WM", sagt Berhe.
Short Track U23: "Mein 'shape' ist brutal gut"
Das schnelle, etwas mehr als 20-minütige Short Race in Les Gets wurde auf einem Wiesenkurs ausgetragen. Aus Betrachtersicht eher langweilig, eine Drückerstrecke ohne große technische Schwierigkeiten. Als die U23-Klassen dran waren, regnete es in Strömen und es entwickelten sich tückische Matschrennen.
Paul Schehl (2. Platz U23-Männer): "Ich habe mich richtig gut gefühlt. Ich bin in diesem Rennen bisher die besten Werte in diesem Jahr gefahren. Das Tempo war krass schnell. Am Start bin ich gut weggekommen und war anschließend immer gut positioniert. Hinten raus habe ich attackiert und am Anstieg habe ich noch einmal einen draufgesetzt, bin nochmal schneller gefahren. Dann kam der Heby Gustav Pedersen (Paul muss lachen) an mir vorbeigeflogen und ich dachte: okay, was passiert jetzt? Ich habe nochmal versucht ranzukommen, das hat auch relativ gut geklappt, auf der Start-Ziel-Geraden war ich wieder an ihm dran. Der ist aber so stark im Sprint, dass ich gar nicht mehr probiert habe zu sprinten, während er voll gesprintet ist. Ich bin mega zufrieden, mein 'shape' ist brutal gut."
Khalid Sidahmed (15. Platz U23-Männer): "Ich hatte einen sehr guten Start, bin gut weggekommen. Ich hatte müde Beine, das hat mich anfangs nicht groß gestört. Anschließend bin ich aber viel zu passiv gefahren: Ich hätte einfach immer wieder die Tür zumachen sollen, stattdessen wurde ich unnötig überholt. Ich bin ein bisschen stecken geblieben. Am Ende hat mir der Punch gefehlt, um ein besseres Ergebnis herausfahren zu können. 15. Platz im Short Track ist für mich ganz okay, denke, das passt."
Mikkel Lose (17. Platz U23-Männer): "Ich bin zufrieden mit meinem Rennen. Ich habe einen schlechten Start erwischt, nahm das aber gelassen hin und wurde nicht hektisch. Ich habe versucht, ein konstant hohes Tempo zu fahren und Leute einzusammeln, die überzogen hatten. Das funktionierte. Im Verlauf des Rennens versuchte ich, mein Tempo zu steigern. Es war nach der langen Pause für mich ein guter Tag."
Nicholas Konecny (21. Platz U23-Männer): "Mein Rennen war 'pretty good'. Bin happy damit. Rang 21 ist nicht 'super special', ich bin aber zufrieden mit meiner Leistung und wie es lief. Ich habe mich stark und fit gefühlt. Leider habe ich einen Fehler beim Rundenzählen gemacht und musste eine Runde länger fahren, als ich dachte."
Elina Benoit (7. Platz U23-Frauen): "Es war nicht mein bester Tag, über den siebten Platz freue ich mich dennoch. Ich habe lange um Rang vier und fünf gekämpft, am Ende hat aber ein bisschen die Explosivität gefehlt. Ich habe leider auch einen Fehler gemacht und bin mit zuviel Luftdruck in den Reifen unterwegs gewesen."
Paul Schehl (2. Platz U23-Männer): "Ich habe mich richtig gut gefühlt. Ich bin in diesem Rennen bisher die besten Werte in diesem Jahr gefahren. Das Tempo war krass schnell. Am Start bin ich gut weggekommen und war anschließend immer gut positioniert. Hinten raus habe ich attackiert und am Anstieg habe ich noch einmal einen draufgesetzt, bin nochmal schneller gefahren. Dann kam der Heby Gustav Pedersen (Paul muss lachen) an mir vorbeigeflogen und ich dachte: okay, was passiert jetzt? Ich habe nochmal versucht ranzukommen, das hat auch relativ gut geklappt, auf der Start-Ziel-Geraden war ich wieder an ihm dran. Der ist aber so stark im Sprint, dass ich gar nicht mehr probiert habe zu sprinten, während er voll gesprintet ist. Ich bin mega zufrieden, mein 'shape' ist brutal gut."
Khalid Sidahmed (15. Platz U23-Männer): "Ich hatte einen sehr guten Start, bin gut weggekommen. Ich hatte müde Beine, das hat mich anfangs nicht groß gestört. Anschließend bin ich aber viel zu passiv gefahren: Ich hätte einfach immer wieder die Tür zumachen sollen, stattdessen wurde ich unnötig überholt. Ich bin ein bisschen stecken geblieben. Am Ende hat mir der Punch gefehlt, um ein besseres Ergebnis herausfahren zu können. 15. Platz im Short Track ist für mich ganz okay, denke, das passt."
Mikkel Lose (17. Platz U23-Männer): "Ich bin zufrieden mit meinem Rennen. Ich habe einen schlechten Start erwischt, nahm das aber gelassen hin und wurde nicht hektisch. Ich habe versucht, ein konstant hohes Tempo zu fahren und Leute einzusammeln, die überzogen hatten. Das funktionierte. Im Verlauf des Rennens versuchte ich, mein Tempo zu steigern. Es war nach der langen Pause für mich ein guter Tag."
Nicholas Konecny (21. Platz U23-Männer): "Mein Rennen war 'pretty good'. Bin happy damit. Rang 21 ist nicht 'super special', ich bin aber zufrieden mit meiner Leistung und wie es lief. Ich habe mich stark und fit gefühlt. Leider habe ich einen Fehler beim Rundenzählen gemacht und musste eine Runde länger fahren, als ich dachte."
Elina Benoit (7. Platz U23-Frauen): "Es war nicht mein bester Tag, über den siebten Platz freue ich mich dennoch. Ich habe lange um Rang vier und fünf gekämpft, am Ende hat aber ein bisschen die Explosivität gefehlt. Ich habe leider auch einen Fehler gemacht und bin mit zuviel Luftdruck in den Reifen unterwegs gewesen."
U23 Cross-Country: "Ich bin stolz, dass ich es gemacht habe"
25 Minuten vor dem Cross-Country-Rennen der Klasse U23 war noch nicht klar, ob der Weltcupführende Paul Schehl starten kann. Die Sturzfolgen vom Tag zuvor waren gravierend. Vor allem ein Arm war stark geprellt - und die Arme braucht man auf den ruppigen Strecken. "Ich bin stolz, dass ich es gemacht und sogar noch was zustande gebracht habe", sagt er. Was leicht untertrieben ist, denn lange Zeit dominierte Paul das Sieben-Runden-Rennen der U23-Männer, war stets in der Spitze, machte Tempo. Erst in der letzten Runde, als die vier Fahrer der Führungsgruppe "all in" gingen, musste er einen Rückstand von 17 Sekunden auf den Sieger und 15 Sekunden auf den Zweiten hinnehmen und wurde Dritter. In der letzten Runde habe ihm "etwas der letzte Pep gefehlt". Dennoch: "Ich bin richtig glücklich, dass ich das Rennen fahren konnte, obwohl ich nicht bei 100 Prozent war", sagt Paul, "und dass ich trotz der Sturzbeschwerden aufs Podium gefahren bin, macht mich mega stolz".
"Ich habe mich sehr stark gefühlt"
Lange Zeit war Khalid Sidahmed (Foto oben) auf Top-Ten-Kurs. "Ich bin am Start sehr gut weggekommen und habe mich sehr stark gefühlt", sagt der Schweizer im Lexware-Trikot. Er war drauf und dran, zur Spitze aufzuschließen, doch urplötzlich hat der Rücken auf einer Seite zugemacht: "Ich hatte das noch nie. Das hat mich stark limitiert." Er musste das eroberte Terrain wieder preisgeben und beendete das U23-Rennen auf Rang 14. "Vom Gefühl her wäre sehr viel mehr drin gewesen", sagt der 21-Jährige, "die Schmerzen waren stark, ich habe sehr gelitten". Teamkollege Nicholas Konecny plagten ebenfalls Rückenschmerzen. Von Runde drei an. Zuvor hatte der Amerikaner zwei solide Runden auf dem schwierigen Kurs absolviert und sich unter den besten 15 festgebissen. Dann meldete sich auch bei ihm der Rücken, was sich sofort in den Positionen niederschlug. Er fiel auf Rang 23 zurück. "Meine Fitness und mein Körpergefühl sind gut. Ich reise mit Selbstvertrauen zur WM."
"Ich bin von weit hinten gestartet und habe viel investiert"
Dieser junge Schweizer ist, was Moral und Kampfgeist, ein Vorzeige-Athlet. Noel Toth lässt alles auf der Strecke. Seine Kraft, seine Ausdauer und seine Leidenschaft. Immer. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass der 19-Jährige von Platz 71 bei der zweiten Zeitnahme in der ersten Runde bis auf Endrang 33 vorgefahren ist. "Ich bin von weit hinten gestartet und habe von Anfang an viel investiert", erzählt Noel, "ich habe viel gepusht". Pushen, das ist sein Ding, das macht er gern. Und er macht es gut. Gegen Ende habe er gespürt, dass es "mit dem Sprit im Tank" langsam zu Ende geht. "Rang 33 ist nicht super zufriedenstelllend, aber ich muss damit zufrieden sein, da eine Woche vor der WM alle da und in Topform waren." Noel Toth darf noch zwei Jahre in der U23 starten. Die Zeit des Schweizer Kämpfers wird noch kommen. Der Däne Mikkel Lose hatte nur einen Satz für das XCO-Rennen übrig, das er auf Rang 49 beendete: "It was a shit race."
"Ich war nicht in Topform"
Elina hatte sich schon die ganze Woche vor dem Wettkampf "nicht so gut gefühlt" und das schlechte Gefühl übertrug sich auch auf ihr XCO-Rennen in Les Gets. "Es war nicht mein Tag. Die Beine waren nicht gut, ich hatte keine Power", sagt die Schweizerin, die für das Lexware Team startet. Die Müdigkeit von zwei harten Trainingswochen machte sich vor allem in der Anfangsphase bemerkbar. Elina hatte Mühe, das Tempo hochzuhalten. "Ich war nicht in Topform", sagt sie, gleichwohl gelang ihr noch der Sprung auf Rang zehn.
Das nächste Highlight:
Die Cross-Country-Weltmeisterschaft im Trentino beginnt am Mittwoch, 26. August, mit dem Staffelwettkampf (17 Uhr). Am Donnerstagmorgen, 27. August, ermitteln die Juniorinnen (9.30 Uhr) und Junioren (11.15 Uhr) ihre Besten im Cross-Country. Am Nachmittag folgen die Short-Track-Titelrennen der U23-Frauen (15.30 Uhr) und U23-Männer (16.30 Uhr) sowie die der Elite. Am Sonntag, 30. August, werden die Weltmeistertitel im Cross-Country von 9 Uhr an in den U23- und Elite-Klassen ausgefahren.
Fotos: (c) Staron Photo
Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de