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Rennberichte > August 2026

UCI MOUNTAIN BIKE Weltmeisterschaften Val di Sole-Trentino: VAN DER POEL bereit für die AUfholjagd am Sonntag - STEVENS-MCNAB und BAUMANN schnellste in der Qualifikation im VAL DI SOLE

Erste Runden in Daolasa di Commezzadura für Mathieu van der Poel und Tom Pidcock, die beiden mit größter Spannung erwarteten Fahrer im Cross-Country Olympic bei den UCI Mountain Bike Weltmeisterschaften Val di Sole-Trentino am Sonntag, den 30. August. Beide werden das Rennen aus der fünften Startreihe aufnehmen. „Ich weiß, dass es schwierig wird, aber ich bin hier, um es zu versuchen“, sagte Van der Poel.

In der Downhill-Qualifikation fuhren der Neuseeländer Lachlan Stevens-McNab und die Schweizerin Lisa Baumann die schnellsten Zeiten. Die Finals auf der Black Snake folgen am Samstag, den 29. August. Das Val di Sole und das Trentino haben lange auf sie gewartet. Nun sind Mathieu van der Poel und Tom Pidcock in Daolasa di Commezzadura angekommen. Der Brite, zweifacher Olympiasieger im Mountainbike, entschied sich dafür, sich weitgehend abseits der Öffentlichkeit auf die Weltmeisterschaften vorzubereiten. Auch der Niederländer gab bislang nur wenige Einblicke. Hinter dieser Zurückhaltung steht jedoch eine Gewissheit: Keiner der beiden ist zu den UCI Mountain Bike Weltmeisterschaften Val di Sole-Trentino, die vom 26. bis 30. August stattfinden, gereist, um lediglich das Teilnehmerfeld zu vervollständigen. Angesichts ihrer bisherigen Erfolge wäre alles andere auch eine Überraschung. Während Pidcock nahezu vollständig unter dem Radar blieb, bereitete sich Van der Poel zwischen Livigno und einem einzigen offiziellen Renneinsatz auf die Weltmeisterschaften vor. Dieser Einsatz endete bei seiner Rückkehr in den UCI World Cup im Rahmen der UCI MTB World Series in Les Gets mit dem zweiten Platz. Geschlagen wurde er dort von einem der herausragenden Fahrer dieser Mountainbike-Saison: Adrien Boichis, der sich am Donnerstag, den 27. August, bereits die Goldmedaille im Cross-Country Short Track gesichert hatte. Der 31-jährige Niederländer kehrt ins Val di Sole zurück, um das eine Regenbogentrikot zu gewinnen, das in seiner außergewöhnlichen Sammlung noch fehlt. Van der Poel gewann bislang zweimal Mailand–Sanremo, dreimal die Flandern-Rundfahrt und dreimal Paris–Roubaix. Hinzu kommen der Elite-Weltmeistertitel auf der Straße bei den UCI Straßen-Weltmeisterschaften 2023, acht Elite-Weltmeistertitel im Cyclocross sowie der Titel bei den UCI Gravel-Weltmeisterschaften 2024.

VAN DER POEL: „ICH WEISS, DASS ES SCHWIERIG WIRD“
Am Freitag, den 28. August, stand in Daolasa zunächst die Downhill-Qualifikation auf der Black Snake im Mittelpunkt. Die Entscheidung folgt am Samstag, den 29. August. Mathieu van der Poel stellte sich derweil den Medien und sprach über seine Vorbereitung sowie seine Ziele für das Cross-Country-Olympic-Rennen am Sonntag, den 30. August. „Im Idealfall hätte ich noch einige weitere UCI-Weltcup-Rennen bestritten, um mir eine bessere Startposition zu sichern, aber es ist nun einmal so gekommen“, erklärte Mathieu van der Poel. „Am Sonntag werde ich auch ein wenig Glück brauchen. Ich weiß, dass es schwierig wird, aber ich bin hier, um es zu versuchen.“ Auf den Vergleich mit Tom Pidcock angesprochen, der ebenfalls aus der fünften Startreihe ins Rennen gehen wird, fügte Van der Poel hinzu: „Es wird nicht nur für mich schwierig, sondern auch für Pidcock. Wenn es uns in den ersten beiden Runden nicht gelingt, schnell nach vorne zu kommen, wird es sehr hart.“

Sowohl Pidcock als auch Van der Poel absolvierten am Freitagvormittag ihre Runden auf dem Cross-Country-Kurs im Val di Sole. Für den Briten war es der erste Kontakt mit der Strecke in Daolasa. Van der Poel kennt den Kurs dagegen bereits aus dem UCI World Cup 2019. Damals gewann er sowohl das Cross-Country Short Track als auch das Cross-Country Olympic. „Es ist eine wirklich schöne Strecke“, erklärte der Niederländer weiter. „Im Vergleich zu meinem letzten Start hier hat sich einiges verändert, aber es ist noch immer ein Kurs, der mir gefällt.“

PIETERSE WILL UM DIE MEDAILLEN KÄMPFEN
Noch vor Mathieu van der Poel sprach auch seine Teamkollegin Puck Pieterse mit den Medien. Nach ihrem achten Platz im Cross-Country Short Track richtet sich ihr Fokus nun auf eine Medaille im Cross-Country Olympic.Im Val di Sole konnte die Niederländerin bereits große Erfolge feiern. 2023 gewann sie hier das Cross-Country-Rennen im UCI World Cup und wiederholte diesen Erfolg auch in der vergangenen Saison. „Ich war schon sehr oft im Val di Sole, sowohl mit dem Mountainbike als auch im Cyclocross, und ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit dieser Region und diesem Rennen“, sagte Puck Pieterse. „Ich mag den Kurs. Er ist anspruchsvoll, lässt sich aber flüssiger fahren als im vergangenen Jahr und macht auf jeden Fall sehr viel Spaß. Wenn ich den bisherigen Saisonverlauf betrachte, sehe ich mich momentan etwas hinter Jenny Rissveds und Sina Frei. Ich hoffe aber, dass ich in der Lage sein werde, sie herauszufordern.“

ELITE-MÄNNER DOWNHILL: LACHLAN STEVENS-MCNAB ÜBERRASCHT AUF DER BLACK SNAKE
Am Freitag stand im Val di Sole die Qualifikation der Downhill-Wettbewerbe auf dem Programm. Auf der Black Snake wurde damit die erste Entscheidung vor den Finals am Samstag, den 29. August, getroffen. Den Auftakt machen am Samstag um 08:45 Uhr MESZ die Juniorinnen, gefolgt von den Junioren um 09:30 Uhr. Die Elite-Frauen starten um 13:10 Uhr, die Elite-Männer um 15:00 Uhr. Am Nachmittag sorgte der Neuseeländer Lachlan Stevens-McNab für die Überraschung. Mit einer Zeit von 3:34,010 Minuten fuhr er die schnellste Zeit der Qualifikation. Hinter ihm folgte sein Landsmann Oliver Davis mit 3:34,341 Minuten. Dritter wurde der Kanadier Jackson Goldstone in 3:34,643 Minuten. Der amtierende UCI-Weltmeister hat im Val di Sole bereits dreimal gewonnen. Auf der Black Snake wurde Goldstone 2021 Junioren-Weltmeister. Später folgten Siege im UCI World Cup bei den Elite-Männern in den Jahren  2023 und 2025. UCI-Weltcup-Gesamtführender Jordan Williams aus Großbritannien belegte in der Qualifikation den siebten Platz. Troy Brosnan wurde 14., Amaury Pierron kam auf Rang 20.

LISA BAUMANN SCHNELLSTE BEI DEN ELITE-FRAUEN
Bei den Elite-Frauen erzielte Lisa Baumann die schnellste Zeit der Qualifikation auf der Black Snake. Die Schweizerin stoppte die Uhr bei 4:02,591 Minuten und setzte sich damit vor der Britin Harriet Harnden durch, die 4:05,560 Minuten benötigte. Auf Rang drei folgte die Österreicherin Valentina Höll in 4:05,816 Minuten. Höll ist vierfache und amtierende UCI-Weltmeisterin im Downhill. Die Französin Marine Cabirou erzielte die achtbeste Zeit. Europameisterin Gloria Scarsi war als 15. die schnellste Italienerin. Eleonora Farina belegte Rang 24. Für sie war es die vorletzte Fahrt ihrer Rennkarriere auf der Black Snake.

JUNIOREN-DOWNHILL: WILLIAMSON UND JENSEN SCHNELLSTE DER QUALIFIKATION
Bei den Junioren gab es in der Qualifikation einen neuseeländischen Doppelerfolg. Topfavorit Jonty Williamson fuhr mit 3:39,541 Minuten die schnellste Zeit. Malik Boatwright folgte mit 3:40,488 Minuten auf Rang zwei. Dritter wurde der Schweizer Noé Forlin in 3:42,254 Minuten. Bei den Juniorinnen erzielte die Dänin Rosa Jensen die schnellste Qualifikationszeit. Sie benötigte 4:05,581 Minuten. Die Australierin Tilly Boadle wurde mit 4:08,818 Minuten Zweite. Rang drei ging vorläufig an die Neuseeländerin Indy Deavoll, die 4:16,888 Minuten benötigte.

SCHWEIZ FÜHRT DEN MEDAILLENSPIEGEL NACH NEUN VON 17 TITELENTSCHEIDUNGEN AN
Neun der insgesamt 17 Weltmeistertitel bei den UCI Mountain Bike Weltmeisterschaften 2026 im Val di Sole-Trentino sind bislang vergeben worden. Insgesamt wurden damit bereits 27 Medaillen verteilt. Die Schweiz führt den Medaillenspiegel mit insgesamt acht Medaillen an, darunter drei Goldmedaillen. Anja Grossmann gewann Gold im Cross-Country der Juniorinnen. Hinzu kommen die beiden U23-Weltmeistertitel im Cross-Country Short Track der Geschwister Nicolas und Monique Halter. Frankreich und Österreich folgen mit jeweils zwei Goldmedaillen. Italien liegt nach dem Sieg im Cross-Country Team Relay vom Mittwoch, den 26. August, auf Rang vier.

MEDAILLENSPIEGEL

  1. Schweiz – 3 Gold, 3 Silber, 2 Bronze
  2. Österreich – 2 Gold, 1 Silber, 1 Bronze
  3. Frankreich – 2 Gold, 3 Bronze
  4. Italien und Australien – jeweils 1 Gold
  5. Großbritannien – 3 Silber
  6. Tschechien und Deutschland – jeweils 1 Silber
  7. USA – 2 Bronze
  8. Niederlande – 1 Bronze

Fotos: (c) Val di Sole / Michele Mondini / Alice Russolo / Daniele Molineris / Mattia Ragni

Weitere Informationen unter www.valdisolebikeland.com

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