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MTB Sport Race News September 2026 23 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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Rennberichte > September 2026
 
HERO UCI CROSS-COUNTRY MARATHON WORLD CUP 2026 Entscheidung beim LA TRAMUN
SEA OTTER EUROPE:
David Valero Serrano und Anna Weinbeer triumphieren in der der Weltcup-Gesamtwertung

 
Nach den 88 Rennkilometern des La Tramun-Marathons beim Sea Otter Europe stehen nicht nur die Sieger des spanischen Rennens, sondern auch die der Gesamtwertung des UCI-Marathon-Weltcups 2026 fest. Der Spanier David Valero Serrano fuhr als Erster über die Ziellinie, gefolgt vom frischgebackenen Weltmeister Andreas Seewald und dem Norweger Eskil Evensen-Lie. Bei den Damen triumphierte die Schweizerin Anna Weinbeer vor der Italienerin Claudia Peretti, während sich die Spanierin Natalia Fischer den dritten Platz auf dem Podium sicherte. Damit entscheiden der Spanier David Valero Serrano und die Schweizerin Anna Weinbeer die Gesamtwertung des HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcups 2026 für sich und holten sich die Trophäe dieser zweiten HERO-Auflage.

 
Wie bei einer großen Theateraufführung fiel heute in Girona der Vorhang für den HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcup 2026 – jedoch nicht ohne die entscheidende Antwort auf die Frage zu liefern, wer ab heute die begehrte internationale Trophäe sein Eigen nennen darf. Die Costa Brava bot die spektakuläre Kulisse für das sechste und finale Weltcup-Rennen des Jahres. Das traditionelle Rennen La Tramun, das bereits zum 27. Mal im Rahmen der Fahrradmesse Sea Otter Europe organisiert wurde, bildete den krönenden Abschluss der UCI-Serie.

 
104 gemeldete Elite-Athletinnen und -Athleten des HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcups 2026 gingen an den Start, um sich einen packenden Schlagabtausch auf der 88 Kilometer langen und mit 2.400 Höhenmetern gespickten Strecke zu liefern. Der Streckenverlauf war extrem anspruchsvoll und technisch und stellte sowohl die Kondition als auch das fahrtechnische Können aller Podiumsanwärter auf die Probe.

 
RENNBERICHT
Sogleich bildete sich eine Spitzengruppe um David Valero, Samuele Porro, Dario Cherchi und Marc Stutzmann, gefolgt mit über einer Minute Rückstand von Lorenzo Samparisi und dem Südafrikaner Tristan Nortje, der sich erst kürzlich mit seinem Sieg bei der Cape Epic 2026 einen Namen gemacht hat. Bei Kilometer 20 lag der frisch gekrönte Marathon-Weltmeister Andreas Seewald noch deutlich zurück. Der Deutsche befand sich dabei in prominenter Gesellschaft von Wout Alleman: Der Belgier war heute gefordert, eine Fabelleistung abzuliefern, um eine letzte Attacke auf den Weltcup-Gesamtführenden Valero Serrano zu reiten.

Der relativ schnelle erste Streckenabschnitt erlaubte es den Verfolgern jedoch, wieder an die Spitze heranzufahren. So umfasste die Führungsgruppe bei Kilometer 36 neben den bereits genannten Elite-Bikern auch den Norweger Eskil Evensen-Lie, der im Windschatten von Seewald fuhr. Dieser war zwar verhalten gestartet, kam in der zweiten Hälfte des Rennens aber immer mehr in Schwung. Ein schweres Rennen erlebte hingegen der Drittplatzierte der Gesamtwertung, der Kolumbianer Leonardo Paez, der im Tagesverlauf keine Akzente setzen konnte, währen sein Teamkollege Dario Cherchi den Kampf um einen Podiumsplatz aufgrund eines technischen Defekts vorzeitig aufgeben musste.

In der zweiten Hälfte des Rennens kam Bewegung ins Geschehen: Valero verschärfte vor dem heimischen Publikum das Tempo mit dem klaren Ziel, das Double aus Tagessieg und Gesamtweltcup einzufahren. Einzig Andreas Seewald konnte dem Spanier Paroli bieten. Trotz seines verhaltenen Starts stellte der Deutsche nun seine Klasse auch in der Rennstrategie unter Beweis. Weiter hinten entbrannte das Duell zwischen Samuele Porro und dem Norweger Evensen-Lie um den letzten Podiumsplatz, das sich erst im Zielsprint zugunsten des Skandinaviers entschied.

Wenige Minuten zuvor passierte Valero Serrano den Zielstrich. Er schwenkte die spanische Flagge und umarmte seine Mannschaft vom Klimatiza Orbea Team. Auch Seewald zeigte sich mit dem zweiten Rang zufrieden, ein Ergebnis, das die Klasse des Fahrers einmal mehr unterstreicht.

 
Mit seinem heutigen Sieg fuhr der Spanier David Valero Serrano vom Klimatiza Orbea Team 250 Punkte ein und sichert sich damit den Gesamtsieg beim HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcup 2026: „Was ich gerade erlebe, ist unglaublich aufregend. Hier in Spanien zu gewinnen, bedeutet mir und meinem Team enorm viel“, kommentierte der neue Weltcupsieger. „Ich bin überglücklich, den Weltcup gewonnen zu haben und auch beim heutigen Saisonabschluss die Konzentration bis zum Schluss hochgehalten zu haben.“

 
Den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegt der Belgier Wout Alleman, der sich beim heutigen La Tramun Marathon auf Rang fünf platzierte und sich somit 140 Punkte holte. Diese reichten jedoch nicht aus, um den Spanier noch von der Spitze zu verdrängen. Den dritten Rang in der Gesamtwertung des UCI Weltcups sichert sich der Kolumbianer Leo Paez vom Team Lee Cougan Basso Factory Racing, der heute als Sechzehnter ins Ziel fuhr.

 
UND BEI DEN DAMEN: DIE FAVORITIN UNTERSTREICHT IHRE DOMINANZ
Bei den Damen sah es lange Zeit nach einem Sieg für Claudia Peretti aus. Die Italienerin nutzte ihre hervorragende Form, spielte im ersten Streckenabschnitt all ihre Trümpfe aus und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von über zwei Minuten auf Anna Weinbeer heraus. Die Schweizerin bestritt ihr erstes Rennen im Regenbogentrikot der Marathon-Weltmeisterin – ein Titel, den sie erst in der vergangenen Woche im Trentino gewonnen hatte. Allerdings hatte die Italienerin die Rechnung ohne die Aufholjagd der Schweizerin gemacht: Langsam, aber unaufhaltsam kam sie näher und schloss zu Beginn des Anstiegs auf. „Sie ist im doppelten Tempo an mir vorbeigezogen“, gestand Peretti nach dem Rennen, das sie wie schon am vergangenen Wochenende auf dem zweiten Platz beendete. Im Ziel wurde sie bereits von Weinbeer erwartet: Die Schweizerin nahm Peretti in die Arme und brach in Tränen aus, weil sie ihr den Traum vom Sieg genommen hatte. Doch der Sport schreibt seine eigenen Gesetze: Am Ende gewinnt die Stärkste, und das war in diesem Fall Anna Weinbeer.

Der Kampf um den dritten Podiumsplatz entschied sich zugunsten der Spanierin Natalia Fischer Egusquiza. Sie setzte sich gegen eine überraschend stark auftrumpfende Yana Belomoina durch, die bis zur Hälfte des Rennens auf Podestkurs lag, im Finale jedoch einbrach und schließlich auf Rang fünf zurückfiel.

 
Anna Weinbeer vom Team KTM SPADA Powered by BRENTA BRAKES beendete das Rennen auf der Iberischen Halbinsel somit auf dem ersten Platz und sicherte sich 250 Punkte, obwohl die Trophäe des HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcups 2026 schon seit dem vergangenen Rennen im Juli im Schwarzwald in ihrer virtuellen Vitrine stand, denn dort hatte sie sich den Weltcupsieg bereits rechnerisch gesichert. „Was soll ich sagen? Ich bin glücklich, einfach glücklich über den heutigen Tag, aber auch und vor allem über eine außergewöhnliche Saison“, kommentierte die neu gekürte Weltcupsiegerin. „Eine Saison, in der mir nicht nur der heutige Tagessieg gelungen ist, sondern vor einer Woche auch das Regenbogentrikot, das ich jetzt ein ganzes Jahr lang tragen darf.“

 
Den zweiten Platz in der Gesamtwertung sicherte sich die Spanierin Natalia Fischer (Extremadura Ecopilas), die beim La Tramun auf Rang drei ins Ziel kam und 160 Punkte verbuchte. Das Gesamtweltcup-Podium komplettiert die Italienerin Claudia Peretti: Ihr heutiger zweiter Platz und die dafür gutgeschriebenen 200 Punkte reichten jedoch nicht aus, um noch auf den zweiten Gesamtrang vorzurücken.

 
Ein Kampf bis zum letzten Pedaltritt entbrannte auch in der Teamwertung: Das Klimatiza Orbea Team sicherte sich den Weltcup, das Lee Cougan Basso Factory Team holte sich Silber und der dritte Rang ging an das Team KTM SPADA Powered by BRENTA BRAKES.

 
Parallel zum Elite-Rennen wurde beim HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcup 2026 auch die Master-Kategorie ausgetragen. Bei den Herren triumphierte Xavier Calaf Garcia vor Alberto Losada Alguacil, während der Drittplatzierte Alexandre Llado Diaz das im Vorjahr eroberte Führungstrikot abgeben musste. Bei den Damen feierte Anna Magoń-Romanów den Gesamtsieg.

 
„Während wir bereits einen Blick auf die nächste Saison werfen, ist jetzt vor allem der richtige Zeitpunkt, um Bilanz über ein Projekt zu ziehen, das dem Mountainbike-Marathon auch im zweiten Jahr einen spürbar positiven Impuls verleihen konnte“, erklärte Gerhard Vanzi, Koordinator des HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcups. „Der HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcup hat gezeigt, dass diese Disziplin ein hervorragendes Instrument ist, um die Austragungsregionen aufzuwerten, und gleichzeitig einen perfekten Treffpunkt zwischen Spitzensport und der Leidenschaft der zahlreichen Hobbyfahrer darstellt, die das eigentliche Herzstück dieser Sportart ausmachen.“

Nach sechs adrenalingeladenen und von Spannung geprägten Rennen geht die diesjährige Ausgabe des UCI-Weltcups zu Ende. Die Vorbereitungen für den HERO UCI Cross-Country Marathon Weltcup 2027 laufen jedoch bereits auf Hochtouren.

 
„Bevor wir uns auf die kommende Saison konzentrieren, möchte ich dem Weltradsportverband UCI, den Organisationskomitees der einzelnen Etappen und allen beteiligten Partnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit danken. Ein besonderer Dank gilt zudem den Athletinnen und Athleten – sowohl der Elite- als auch der Master-Kategorien –, die weiterhin an dieses Projekt glauben und maßgeblich zum Erfolg und Wachstum dieses neuen Weltcups beitragen“, schloss Gerhard Vanzi.

 
La Tramun Sea Otter Europe – 20.09.2026
 

Rangliste Herren
  1. VALERO SERRANO David ESP KLIMATIZA ORBEA TEAM 4:32:00,29
  2. SEEWALD Andreas     GER SINGER KTM RACING 4:34:13,48 +2:13,19
  3. EVENSEN-LIE Eskil     NOR METALLURGICA VENETA 4:37:25,78 +5:25,49
  4. PORRO Samuele    ITA KLIMATIZA ORBEA TEAM 4:37:28,96 +5:28,67
  5. ALLEMAN Wout     BEL                                 4:41:28,68 +9:28,39
  6. NORTJE Tristan           RSA                    4:42:28,65 +10:28,36
  7. SAMPARISI Lorenzo       ITA KTM SPADA                 4:44:00,84 +12:00,55
  8. BILLI Jacopo    ITA                                 4:45:06,77 +13:06,48
  9. GESCHE ANTONA         CHI KLIMATIZA ORBEA TEAM 4:45:24,36 +13:24,07
  1. GORIA Stefano           ITA                           4:47:53,03 +15:52,74
 

 
Rangliste Damen
  1. WEINBEER Anna SUI KTM SPADA 5:32:52,65
  2. PERETTI Claudia ITA                              5:37:47,05 +4:54,40
  3. FISCHER Natalia ESP EXTREMADURA ECOPILAS    5:43:29,22 +10:36,57
  4. GORYCKA KURMANN POL                               5:53:00,75 +20:08,10
  1. BELOMOINA Yana UKR                         5:57:12,70 +24:20,05
  2. BOHLIN Amanda SWE                               5:57:49,54 +24:56,89
  3. NJEMČEVIĆ Lejla BIH                               5:59:16,06 +26:23,41
  4. ZARANTONELLO Maria ITA METALLURGICA VENETA       6:21:49,35 +48:56,70
  5. MORATH Adelheid GER LEE COUGAN BASSO     6:27:12,17 +54:19,52
  6. FASOLIS Costanza ITA                               6:43:20,96       +1:10:28,31

 
HERO UCI Marathon World Cup 2026
Rangliste Herren

 
  1. David Valero Serrano   1190 Punkte
  2. Wout Alleman          865 Punkte
  3. Leo Paez              770 Punkte

Rangliste Damen

 
  1. Anna Weinbeer        1400 Punkte
  2. Natalia Fischer         1055 Punkte
  3. Claudia Peretti         980 Punkte

Fotos: (c) Hero UCI Marathon World Cup / Harald Wisthaler

Weitere Informationen unter www.heroucimarathonworldcup.com
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Mirko Metzger
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