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Specialized Factory Racing Team - Specialized Racing Rennbericht – 8. Weltcup-Runde – Soldier Hollow, USA - 8 Rennen. 13 Siege. 25 Podestplätze. Ein Epic 9.
Ein unvergessliches Wochenende
Martin Vidaurre holte den XCO-Sieg, Sina Frei sicherte sich mit zwei dritten Plätzen gleich zwei Podestplätze und Specialized Factory Racing führt weiterhin die Team-Gesamtwertung an. Der erste Weltcup in Soldier Hollow wurde für Haley Batten zu einem unvergesslichen Heimrennen – getragen von einem begeisterten Publikum in Utah.
Einblicke ins Team
Die vorletzte Weltcup-Runde der Saison führte das Team nach Soldier Hollow in Utah. Das Team reiste bereits eine Woche zuvor an, um sich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen, sich von der langen Reise zu erholen und auf den letzten Rennblock vorzubereiten. Die Vorbereitung begann schon vor dem Abflug: Individuelle Jetlag-Pläne sowie ein gezieltes Reise- und Gesundheitskonzept sollten dafür sorgen, dass alle gesund, erholt und bereit für die Rennen ankommen.
Adrien Boichis bestreitet die letzten beiden Weltcup-Runden nicht, da er für den Rest der Saison wieder auf die Straße gewechselt ist. Auch Victor Koretzky konzentriert sich auf seine Erholung und wird bei den Rennen in den USA nicht starten.
Für Haley Batten ist Soldier Hollow mehr als nur eine weitere Weltcup-Station. Es ist ihre Heimat. Sie hätte sich nie vorstellen können, dass die besten Fahrerinnen, Fahrer und Teams der Welt einmal in ihrem Heimatort Rennen fahren würden. Alle in Utah willkommen zu heißen, macht dieses Wochenende für sie besonders bedeutungsvoll.
Neues Terrain - Soldier Hollow
Ein neuer Weltcup-Austragungsort bedeutet für alle eine neue Herausforderung. Da Soldier Hollow zuvor noch keinen Weltcup ausgerichtet hatte, reisten die Fahrerinnen, Fahrer und Teams ohne entsprechende Streckenkenntnisse an. Auf rund 1.700 Metern über dem Meeresspiegel spielt zudem die Höhenlage eine wichtige Rolle. Die Kräfte müssen sorgfältig eingeteilt werden. Besonders die Anstiege dürften sich für Attacken eignen und dort könnten auch die größten Abstände entstehen. Die Strecke bietet außerdem schnelle und technisch anspruchsvolle Abfahrten. Hohes Tempo und wenig Grip machen die richtige Linienwahl und eine sichere Radbeherrschung entscheidend. Die technischen Passagen können das Rennen ebenso prägen wie die Anstiege.
XC Männer - Vidaurre zurück an der Spitze
Das Wochenende der Männer brachte zwei sehr unterschiedliche Rennen – doch das Epic 9 stand erneut im Mittelpunkt des Geschehens. Im XCC zeigten sich Vidaurre und Blevins in einem hektischen Rennen beide zeitweise an der Spitze. Ein Sturz unmittelbar vor Vidaurre zwang ihn jedoch zur Aufgabe. Trotz dieses Rückschlags fühlte er sich hervorragend und wusste anschließend genau, wo er mit seiner aktuellen Form steht. Blevins wurde Zwölfter und sicherte sich damit einen Startplatz in der zweiten Reihe.
Im XCO wendete sich das Blatt. Martin Vidaurre zeigte ein perfekt eingeteiltes Rennen und feierte seinen zweiten Elite-Weltcupsieg. Von einer hinteren Startposition aus musste er sich zunächst durch das Feld kämpfen. Dabei blieb er ruhig, arbeitete sich kontinuierlich nach vorne und erreichte schließlich die Spitze. Auf seinem Epic 9 wirkte er weiterhin souverän und mühelos, nahm viel Geschwindigkeit durch die Abfahrten mit und nutzte die technischen Abschnitte, um Lücken zu reißen. In der letzten Runde erhöhte er den Druck, sprengte die Spitzengruppe und fuhr allein dem Sieg entgegen. Vidaurre gewann das XCO-Rennen, Blevins belegte Platz 25.
„Das Bike hat sich unglaublich angefühlt und ich bin einfach nur glücklich.“ – Martin Vidaurre
Haley Batten | Epic 9 Setup
Batten fuhr ihr S-Works Epic 9 mit SRAM XX SL Eagle Transmission und RockShox-Fahrwerkskomponenten. Dazu kamen Roval Control World Cup Laufräder, HT M2T Pedale und Body Geometry Kontaktpunkte. Für XCC und XCO behielt sie dasselbe grundlegende Setup bei. Lediglich das Kettenblatt wechselte sie, um es an die Anforderungen des jeweiligen Rennens anzupassen.
- S-Works Reifen: 19 / 20 psi
- Federgabel: 61 psi | 0 Tokens | Bias 0
- Dämpfer: 125 psi | Zugstufe 6 | 0 Tokens
- Sattel: S-Works Power EVO, 155 mm
- XCC-Kettenblatt: 38 Zähne
- XCO-Kettenblatt: 34 Zähne
XC Frauen | Zwei Podestplätze für Frei
Die Specialized-Fahrerinnen zeigten auf ihren Epic 9 ein starkes Wochenende. Sina Frei sicherte sich sowohl im XCC als auch im XCO den dritten Platz. Im XCC begeisterte Haley Batten das heimische Publikum: Sie attackierte bereits in der ersten Runde und führte das Rennen in der Anfangsphase an. Als das Feld wieder zusammenrückte, blieben alle drei Specialized-Fahrerinnen gut positioniert. Frei sprintete schließlich auf Platz drei. Stigger wurde Zehnte, Batten belegte Rang 14.
Auch das XCO demonstrierte eindrucksvoll die Geschwindigkeit, Kontrolle und Effizienz des Epic 9. Alle drei Fahrerinnen mischten vorne mit, nahmen Tempo durch die technischen Passagen mit und gewannen dort Zeit, wo andere Schwierigkeiten hatten oder Fehler machten. Bis ins Ziel überzeugten sie mit einer flüssigen und kontrollierten Fahrweise. Frei bewies im abschließenden Sprint erneut ihre Stärke und wurde Dritte. Batten erreichte Platz sechs, Stigger wurde Zehnte. Frei baute ihre Führung in der XCC-Gesamtwertung aus und verkürzte den Rückstand auf die Spitze der XCO-Gesamtwertung. Die Entscheidung über beide Titel fällt damit beim Saisonfinale in Lake Placid.
Der letzte Anlauf
Ein weiteres Weltcup-Wochenende, ein weiterer Sieg für das Epic 9. Martin Vidaurre kehrte auf die oberste Stufe des Podests zurück, während Sina Frei ihrer Saisonbilanz zwei weitere Podestplätze hinzufügte. Vor der letzten Runde führt das Team weiterhin die Team-Gesamtwertung an.
Jetzt richtet sich der Fokus auf Lake Placid. Ein letztes Rennwochenende. Noch einmal alles geben.
Fotos: (c) Specialized Factory Racing Team
Weitere Informationen unter www.specialized.com/us/en