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MTB Sport News Februar 2025 45 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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Das Lexware Mountainbike Team beim HC-Rennen in Banyoles (Spanien) - Paul Schehl nach Zwangsstopp Achter im Matschrennen von Banyoles - Schwierige  Bedingungen in Katalonien: Emil Schmidt (Archivfoto oben) liebt den  Matsch und kann sich im großen U23-Feld auf Rang 24 vorarbeiten

 
Viele  Ausdauersportler überwintern in der Region Girona (Spanien), weil der  Winter dort mild und das Wetter gut ist. Regen fällt nur selten. Vor  zwei Jahren schüttete es in der Nacht vor dem Cross-Country-Rennen in  Banyoles jedoch  reichlich und der sandige Lehmboden verwandelte sich in  eine klebrige Masse, die sich bei den Mountainbikes auf alles legte:  Reifen, Bremsen, Schaltung. Das Fortkommen auf zwei Rädern wurde zur  Qual. Nun ist es schon wieder passiert: Angekündigt war der Regen am Tag  des U23-Rennens für den späten Nachmittag. Als es anfing zu tröpfeln,  war Paul Schehl vom Lexware Mountainbike Team bereits unterwegs zur  Rennstrecke. Der Start erfolgte um 14 Uhr. Aufgezogen hatte er schnelle  Reifen mit wenig Profil. "Ich hatte keine Möglichkeit mehr, die Reifen  zu wechseln", sagt der 20-Jährige. Anfangs, als der erdige Klebstoff  noch nicht alles verstopfte, war Paul ganz vorne mit dabei: auf Position  eins nach der Startloop und Dritter in der ersten Runde. "Es ging  zunächst gut, ich habe mich gut gefühlt", erzählt er, "aber dann bin ich  die Anstiege nicht mehr hochgekommen, musste runter vorm Rad, während  die anderen fahren konnten". Die Reifen fanden keinen Halt mehr. Ein  längerer Zwischenstopp in der Tech-Zone zum Laufradwechsel war  unvermeidbar, Paul fiel im U23-Feld der mehr als 100 Starter auf  Position 16 zurück. Anschließend mit profilierteren Reifen  "konnte ich  relativ gut wieder vorfahren", sagt der Junioren-Weltmeister von 2022,  seine Aufholjagd endete auf Rang acht. Es war "ein Rennen zum Lernen."

Emil Schmidt, der deutsche Juniorenmeister von 2024, der seine erste  Saison in der U23 absolviert, fand Gefallen an den extremen Bedigungen:  "Ich liebe Matsch." Beim Start stand er weit hinten in dem Riesenfeld:  "Der Anfang war chaotisch, weil gleich nach dem Start eine S-Kurve kam  und sich ein Stau bildete." Anschließend kam er gut voran, machte viele  Positionen gut und erreichte das Ziel als 24. "Ich konnte alles abrufen,  was ich drauf habe", sagt Emil, "mit meiner Leistung und Platzierung  bin ich sehr zufrieden".

Bei Nicholas Konecny, wie Schmidt das erste Jahr in der U23, fiel das  Rennfazit ganz anders aus. "Es war ein super schlammiges, brutales  Rennen in Banyoles", klagt der Amerikaner, der neu im Team Lexware ist,  "ich habe sehr unter den Bedingungen gelitten". Mit Rang 50 blieb er  hinter seinen Möglichkeiten zurück. Eine Rolle mag auch gespielt haben,  dass er im Vorfeld krank gewesen war.

Ole Jan Riesterer war nach dem Rennen der Junioren (UCI Junior Series)  zwiegespalten. Einerseits war er "happy", dass es ihm gesundheitlich  wieder gut ging und er starten konnte. Das Rennen in Chelva eine Woche  zuvor hatte er krankheitsbedingt verpasst. Andererseits fand auch er die  Bedingungen "unnormal für ein MTB-Rennen". Der Kurs sei "extrem  rutschig" gewesen, am Ende sprang für ihn Rang 22 heraus. "Ganz  zufrieden bin ich damit nicht."

Rutschpartie endet für Antonia Weeger auf Rang zehn
"Was für ein  crazy Rennen, ich muss jetzt erstmal mich und mein Rad vom ganzen  Schlamm befreien", sagt Antonia Weeger nach der anstrengenden Tortur.  Anders als beim unglücklich verlaufenen Saisonauftakt sei sie in  Banyoles ins U23-Rennen gegangen, ohne sich selbst zu viel Druck zu  machen. Bei der Rutschpartie musste sie anfangs erst einmal Vertrauen zu  den Reifen aufbauen, als das geschehen war, fand sie immer besser in  den Wettkampf hinein. "Ich war stark, wo ich stark sein wollte", erzählt  Antonia, "an den Anstiegen konnte ich ein konstantes Tempo fahren".  Heraus kam Rang zehn im Klassement der U23-Frauen. Sie sei happy und mit  ihrer Leistung bei den Bedingungen zufrieden.

Anfangs war  Paul Schehl im Matschrennen von Banyoles auf Trockenreifen unterwegs,  ein Zwischenstopp und Laufradwechsel in der Tech-Zone war unvermeidbar  und warf ihn auf Rang 16 zurück. Auf Reifen mit mehr Profil kämpfte er  sich zurück und wurde Achter.

Das nächste Highlight:
Am Sonntag, 23. März, wird in Rivera (Tessin) auf dem Kurs am Monte  Ceneri das erste Rennen um den Swiss Bike Cup ausgetragen. Die 4,2 km  lange Cross-Country-Strecke zählt zu den technisch anspruchsvollsten in  der Schweiz. Neben den HC-Rennen für die Elite und U23-Klasse werden  auch Rennen der UCI Junior Series ausgetragen.

Fotos: (c) Armin M. Küstenbrück / EGO-Promotion

Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de

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