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MTB Sport News Februar 2026 33 - www.mtb-sport.de - die Mountainbike Seite im Netz!

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Das Lexware Mountainbike Team beim HC-Rennen in Banyoles (Spanien) und einem Wettkampf in Costa Rica - Hölle und Himmel in 24 Stunden

Paul Schehl  vom Lexware Mountainbike Team wird beim U23-Rennen in Banyoles   (Spanien) vom Führungsmotorrad behindert und muss wegen eines Defekts  aufgeben - tags darauf fährt er bei den Männern als Neunter in die  Weltelite

"Ich freue mich auf die nächsten  Wettkämpfe", hatte Paul Schehl (Archivfoto oben/staronphoto@) vom  Lexware Mountainbike Team nach dem zweiten Platz beim Saisoneinstieg  eine Woche zuvor in Chelva (Spanien) gesagt. Gute Rennen machen Lust auf  mehr, klar, bis ins Letzte planbar sind sie aber nicht. Weil im  Mountainbikesport ein paar Unwägbarkeiten eine nicht unbedeutende Rolle  spielen können: Der harte Ritt durchs Gelände strapaziert das Material  und ist defektanfällig; Wurzeln, Steine, schmieriger Untergrund und das  hohe Tempo gefährden zudem die Balance auf zwei Rädern, die nicht selten  kippt - und mit ihr Rad und Fahrer. Was jedoch Paul beim HC-Rennen  ("hors catégorie") in Banyoles (Spanien) widerfahren ist, schreit nach  Aufnahme in die Raritäten-Sammlung: Wie eine Woche zuvor in Chelva  hatten sich der Spanier Thibaut Francois Baudry und der deutsche Meister  im mehr als 100 Starter großen U23-Feld früh nach vorne abgesetzt.  "Keiner konnte an uns dranbleiben. Wir waren richtig schnell unterwegs",  sagt Paul, in der zweiten Runde sind die beiden in einer Abfahrt dann  allerdings auf das Führungsmotorrad aufgefahren. "Dadurch mussten wir  beide unsere Linie verlassen, wir bekamen mehr Druck, mehr Kompression  aufs Rad. Bei Thibaut ist es gutgegangen, bei mir nicht", erzählt der  21-Jährige. Folge des erzwungenen Manövers: technischer Defekt,  irreparabel, Aufgabe.

Nach Rücksprache mit dem Veranstalter wurde Paul einen Tag später als  Entschädigung für das Eliterennen der Männer zugelassen. Und wow, was  für eine überragende Performance ist dem Lexware-Mountainbiker in seinem  ersten Kräftemessen mit MTB-Größen wie Viktor Koretzky  (Frankreich/Silbermedaillengewinner von Paris) und Luca Schwarzbauer  (Team Canyon/Short-Track-Weltcupsieger 2023) gelungen: Paul ist das  Tempo der Topleute mitgegangen, nachdem er in der vierten Runde seinen  Rückstand egalisiert und den Anschluss nach ganz vorne geschafft hatte.  "Anfangs habe ich gedacht: Au, das wird eine 'toughe' Runde, weil einige  vor mir haben reißen lassen. Das war nicht so gut", sagt Paul, "ich  habe dann aber einen guten Rhythmus gefunden und konnte tatsächlich die  Lücke zur Spitze wieder zufahren". Anschließend ist er in der Führungsgruppe mitgestrampelt, führte das Rennen kurzzeitig sogar an. In  der vorletzten Runde verlor Paul nach Tempoverschärfungen ein paar Mal  den Anschluss, kämpfte sich aber immer wieder heran. Der Emporkömmling  aus der U23, der die Elite ganz schön lange gepiesackt hatte, verlor  erst in der Schlussrunde entscheidend an Boden und beendete das Rennen  auf Platz neun. Wow! "Das war ein a....geiles Rennen. Ich hatte richtig  Spaß und bin megazufrieden", sagt Paul, "ich habe super viel gelernt,  gerade auch mit Blick auf die nächste Saison". Denn dann wird aus dem  Gast ein Dauerkonkurrent in der Eliteklasse der Männer.

Einmal Spanien und zurück: Noel Toth startet mit Rang 15 in Banyoles stark in seine zweite U23-Saison
Zweiter  Lexware-Starter im großen U23-Feld von Banyoles war Noel Toth  (Archivfoto unten/A. Küstenbrück). Der Schweizer geht in seine zweite  U23-Saison, die erste war geprägt von reinschnuppern, Erfahrungen  sammeln, dazulernen. Auf der Weiterentwicklung liegt der Fokus im  zweiten Jahr. "Mir geht es top", lautete Noels Botschaft vor dem Wettkampf. Im Rennen konnte er sich von Runde zu Runde nach vorne  abeiten, "ich hatte ein gutes Gefühl", sagt er. Im internationalen Feld  der 97 Klassierten erkämpfte er sich den 15. Platz.  "Fürs erste Rennen  in dieser Saison bin ich zufrieden", sagt Noel, "ich freue mich jetzt  auf die nächsten Aufgaben". Der 19-Jährige war eigens für den Wettkampf  nach Spanien gereist, anschließend ging es umgehend wieder zurück in die  Schweiz, wo er an diesem Montag wieder die Schulbank drückte.

Nicholas Konecny ist wieder gesund und befindet sich im Formaufbau
Nicholas  Konecny ist derzeit mit der amerikanischen Nationalmannschaft in  Lateinamerika unterwegs. In Costa Rica hat er an der Tropical MTB  Challenge teilgenommen, einem Hors-Catégorie-Rennen (HC), abseits des  Weltcups international die höchste Kategorie. "Ein sehr hartes Rennen.  Ich war von Anfang am Limit und hatte keine guten Beine", schreibt der  19-Jährige aus Colorado, der für das Lexware Team in seine zweite  U23-Saison geht. Im vergangenen Jahr war er beim Weltcup in Les Gets (Frankreich) heftig gestürzt und hatte sich zahlreiche Brüche im Hand-  und Unterarmbereich zugezogen. Die Saison war für ihn gelaufen. Jetzt  der Neustart: "Bei mir waren von Anfang an die Lichter aus", sagt  Nicholas, der das U23-Rennen bei der Tropical MTB Challenge als 25.  beendete.  Eine Hoffnung hat er allerdings: "Dass sich die enormen Anstrengungen schon im nächsten Wettkampf an diesem Mittwoch positiv  auswirken."

                                                       
Das nächste Highlight:
Der Monte  Ceneri ist am 21./22. März Schauplatz des ersten Rennens um den Swiss  Bike Cup und befindet sich im Dreieck Lugano-Bellinzona-Locarno. Der 4,2  Kilometer lange Cross-Country-Rundkurs ("hors catégorie") ist einer der  technisch anspruchsvollsten Strecken in der Schweiz und gefürchtet  wegen seiner steilen, natürlichen Fels- und Stein-Sektionen. Die Rennen  der Klasse U19 zählen zur UCI Junior Series.

Fotos: (c) Staron Photo

Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de

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