Lexware Mountainbike Team - David List Zweiter beim HC-Rennen in Haiming
David List vom Lexware Mountainbike Team hat beim Cross-Country-Rennen in Haiming (Österreich) ein Ausrufezeichen gesetzt: Inmitten der Weltklasse wurde der 23-jährige Student aus Freiburg Zweiter hinter dem Tschechen Ondrej Cink. Es ist sein bestes internationales Ergebnis bei einem HC-Rennen: HC steht für "hors catégorie", international die höchste Wettkampf-Ebene. "Es lief geschmeidig, ich hatte einen guten Flow", sagt List, mit den nassen, rutschigen Bedingungen und der schwierigen Strecke sei er "gut zurechtgekommen". Bei zwei seiner Lexware-Teamkolleginnen hören sich die Aussagen nach dem Rennen ambivalenter an. "Bei crazy Bedinungen war es knüppelhart. Ich habe ordentlich gelitten, hat aber dennoch Spaß gemacht", sagt Nina Benz nach Rang acht im HC-Eliterennen der Frauen. Juniorin Carla Hahn schwärmt nach dem Wettkampf ebenfalls auf ihre Weise: "Es war scheiße anstrengend, hat aber mega, mega Spaß gemacht". Nach ihrem Sieg auf Elba wurde sie beim Junior-Series-Rennen des Weltverbands (UCI) in Tirol Zweite. Lexware-Teamkollege Lennart Krayer mag es nass und rutschig. Im U-23-Rennen zeigte der 21-Jährige seine bisher beste Saisonleistung und erkämpfte sich den fünften Platz in Haiming.

Nach 1:45 Stunden Wettkampfzeit fährt sich Nina Benz auf der Rolle die Anstrengung aus den Beinen. "Es war ein langes Rennen auf einer ansprungsvollen Strecke mit vielen Wurzeln. Man kann sich hier auf dem Kurs in Haiming eigentlich nie erholen, auch bergab nicht", sagt die 24-Jährige. Zu Beginn habe sie sich schwer getan, ihr Tempo zu finden. Mitte des Rennens war sie dann im Flow: "Da habe ich noch einige Fahrerinnen eingesammelt", die Aufholjagd endete auf Rang acht.
Ein "Toprennen" zeigte Lennart Krayer in der U-23-Klasse. Beim Start ("meine Baustelle") verlor er dieses Mal nicht allzu viel Zeit. Und wenn andere bei Nässe und rutschtigem Untergrund unsicher werden und den Hintern weit über den Sattel nach hinten hinausschieben, ist der 21-Jährige in seinem Element: "Ab der dritten Runde konnte ich richtig Gas geben, das sind meine Bedingungen." In der vorletzten Runde lag er bereits unter den ersten zehn, er sammelte anschließend noch ein paar Fahrer ein und wurde Fünfter: "Ich bin happy, ich habe gut Druck und freue mich auf das nächste Rennen in Heubach", sagt Krayer.
Junioren-Weltmeister Paul Schehl, der seine erste Saison in der U23 bestreitet, kam am Start nicht gut weg. "Anschließend hatte ich Probleme, nach vorne zu kommen, weil es auf dem wurzeligen und nassen Kurs schwierig war zu überholen." Der 18-Jährige, zwischenzeitlich auf den Rängen fünf bis sieben unterwegs, kämpfte in der letzten Runde mit Problemen: "Die Sattelstütze kam nicht mehr raus, ich musste sie mit der Hand rausziehen." Hinzu kamen "Bauchprobleme, ich hatte kein gutes Körpergefühl mehr". Dennoch: "Das Ergebnis passt", kommentiert Schehl den neunten Platz.
Benjamin Krüger rundete die gute Teamleistung der Lexware-Starter in der U-23-Klasse ab: "Ich war froh, nicht so weit vorne starten und eine hohe Pace in der ersten Runde fahren zu müssen. So konnte ich meinen Rhythmus besser finden." Er arbeitete sich Stück für Stück nach vorne und beendete das Rennen auf dem zwöften Platz: "Ich habe die ersten UCI-Punkte in dieser Saison geholt, ich bin zufrieden. So kann's weitergehen."

Carla Hahn überzeugt erneut in der UCI Junior Series
Juniorin Carla Hahn hat nach ihrem Sieg auf Elba beim UCI-Series-Rennen in Tirol mit Rang zwei hinter der Siegerin aus Österreich erneut eine starke Leistung gezeigt. "Ich habe anfangs mal geführt, später war ich Vierte und Fünfte", erzählt die 17-Jährige. Den wechselnden Rennverlauf führt sie auf den "extrem anstrengenden und fordernden Kurs" zurück. In der Endphase erkämpfte sie sich den zweiten Platz und brachte ihn auch sicher ins Ziel: "Wegens des Abiturs mache ich jetzt eine Rennpause." Nach einem schwachen Start fand sich Jonas King im international stark besetzten Juniorenrennen auf Platz 45 wieder. "Dann ging es gut nach vorne - bis ich in der zweiten Runde gestürzt bin", erzählt der 17-Jährige. Der Rhythmus war weg, "das hat mich auch ein paar Körner gekostet". Von 40 schaffte er es noch auf Rang 19: "Immerhin noch Top 20, ich freue mich jetzt auf Heubach". "Ich hatte nicht so die Power, bin immer noch gesundheitlich etwas angeschlagen", sagt Emilian See. Von Rang 68 gestartet, machte er 20 Plätze im Juniorenrennen gut und wurde 48. "Das ist schon okay, aber zufrieden bin ich damit nicht, auch wenn ich bester deutscher Junior des jüngeren Jahrgangs 2006 bin."
Das nächste Rennen:
Sonntag, 23. April: Die zweite Cross-Country-Veranstaltung der sechsteiligen Bundesligaserie in Heubach. Ein Mountainbike-Klassiker, der zum 22. Mal ausgetragen wird. Die Rennen der Klasse U19 zählen zur UCI Junior Series.
Fotos: (c) Armin M. Küstenbrück EGO-Promotion
Weitere Informationen unter www.lexware-mountainbike-team.de